Aktuelle Warnungen für Reisende beachten
Aktuelle Warnungen für Reisende beachten, Foto: pixabay

Wer seine Ferien plant, muss sich vorab über mögliche Gefahren im Reiseland informieren. Das Auswärtige Amt hat eine aktualisierte Übersicht veröffentlicht, welche Länder momentan von Reisewarnungen oder Sicherheitshinweisen betroffen sind. In zahlreichen Regionen herrschen politische Instabilität, bewaffnete Konflikte oder ein erhöhtes Risiko durch Terror, Kriminalität oder Naturkatastrophen.

Reisewarnung oder Teilreisewarnung?

Das Auswärtige Amt unterscheidet zwischen drei Warnstufen: Reisehinweis, Sicherheitshinweis und Reisewarnung. Dabei bedeutet eine Reisewarnung die höchste Gefahrenstufe. Sie wird nur dann ausgesprochen, wenn für deutsche Staatsangehörige eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Häufige Gründe sind Bürgerkriege, bewaffnete Auseinandersetzungen, Terroranschläge oder Naturkatastrophen.

Bei Teilreisewarnungen ist nicht das gesamte Staatsgebiet betroffen, sondern nur bestimmte Regionen. Sicherheitshinweise hingegen geben allgemeine Empfehlungen zu Sicherheitsrisiken oder Einreisebestimmungen.

Die Einschätzungen des Auswärtigen Amts werden täglich aktualisiert. Änderungen können jederzeit erfolgen, abhängig von der Sicherheitslage vor Ort. Die Entscheidung über eine Reise liegt jedoch bei den Reisenden selbst.

Afghanistan, Iran und Jemen auf höchster Warnstufe

In 26 Ländern oder Gebieten gilt derzeit eine offizielle Reisewarnung. Dazu zählen unter anderem:

  • Afghanistan

  • Belarus

  • Haiti

  • Irak

  • Iran

  • Israel (Gazastreifen)

  • Jemen

  • Libanon

  • Libyen

  • Mali

  • Niger

  • Palästinensische Gebiete

  • Somalia

  • Sudan

  • Südsudan

  • Syrien

  • Ukraine

  • Zentralafrikanische Republik

Die Lage in diesen Regionen ist so gefährlich, dass das Auswärtige Amt dringend von einer Reise abrät. Für manche Länder, wie etwa die Ukraine, besteht zusätzlich eine Ausreiseaufforderung für im Land befindliche deutsche Staatsangehörige.

Risiko einer Reise nach Afghanistan
Risiko einer Reise nach Afghanistan, Foto: pixabay

Teilreisewarnungen in Ägypten, Russland und Kolumbien

Neben den vollständigen Reisewarnungen gibt es 27 Länder mit Teilreisewarnungen. Hier sind oft bestimmte Landesteile betroffen. Zu den betroffenen Staaten zählen:

  • Ägypten

  • Algerien

  • Armenien

  • Aserbaidschan

  • Äthiopien

  • Benin

  • Burkina Faso

  • Côte d’Ivoire

  • Demokratische Republik Kongo

  • Eritrea

  • Ghana

  • Indien

  • Japan

  • Kamerun

  • Kolumbien

  • Mauretanien

  • Mosambik

  • Myanmar

  • Nigeria

  • Pakistan

  • Philippinen

  • Russische Föderation

  • Togo

  • Tschad

  • Venezuela

Reisende sollten sich vor Reiseantritt gezielt über betroffene Regionen informieren und lokale Warnungen beachten.

Besser, die Reise nach Ägypten zu verschieben
Besser, die Reise nach Ägypten zu verschieben, Foto: pixabay

Detaillierte Übersicht der Warnungen

Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Stand (12. Juli 2025) der Reisewarnungen und Teilreisewarnungen laut Auswärtigem Amt:

Land Art der Warnung
Afghanistan Reisewarnung
Ägypten Teilreisewarnung
Algerien Teilreisewarnung
Armenien Teilreisewarnung
Aserbaidschan Teilreisewarnung
Äthiopien Teilreisewarnung
Belarus Reisewarnung
Benin Teilreisewarnung
Burkina Faso Teilreisewarnung
Côte d’Ivoire Teilreisewarnung
Demokratische Republik Kongo Teilreisewarnung
Eritrea Teilreisewarnung
Ghana Teilreisewarnung
Haiti Reisewarnung
Indien Teilreisewarnung
Irak Reisewarnung
Iran Reisewarnung
Israel (Gazastreifen) Reisewarnung
Japan Teilreisewarnung
Jemen Reisewarnung
Kamerun Teilreisewarnung
Kolumbien Teilreisewarnung
Libanon Reisewarnung
Libyen Reisewarnung
Mali Reisewarnung
Mauretanien Teilreisewarnung
Mosambik Teilreisewarnung
Myanmar Reisewarnung
Nigeria Teilreisewarnung
Niger Reisewarnung
Pakistan Teilreisewarnung
Palästinensische Gebiete Reisewarnung
Philippinen Teilreisewarnung
Russische Föderation Teilreisewarnung
Somalia Reisewarnung
Sudan Reisewarnung
Südsudan Reisewarnung
Syrien Reisewarnung
Togo Teilreisewarnung
Tschad Teilreisewarnung
Ukraine Reisewarnung
Venezuela Teilreisewarnung
Zentralafrikanische Republik Reisewarnung

Informationen und Hilfe bei Notfällen

Das Auswärtige Amt bietet aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise per App, Newsletter oder Website an. Wer die App nutzt, kann Pushnachrichten mit Updates zur Sicherheitslage erhalten. Auch deutsche Auslandsvertretungen helfen in Notfällen.

Wichtige Kontakte des Auswärtigen Amts:

  • Notfallnummer: +49 30 5000 0

  • Zentrale: +49 30 5000 2000

  • Adresse Berlin: Werderscher Markt 1, 10117 Berlin

  • Adresse Bonn: Adenauerallee 99–103, 53113 Bonn

  • Postanschrift: Kurstraße 36, 10117 Berlin

Im Ernstfall kann das Amt auch zur Ausreise auffordern. Kostenfragen im Zusammenhang mit stornierten Reisen sind individuell mit Veranstaltern zu klären. Liegt eine Reisewarnung vor, kann dies als „höhere Gewalt“ anerkannt werden.

Quelle: Reise Reporter