Ein Team der Technischen Hochschule Ingolstadt hat ein hybrides System entwickelt, das den Verkehr präzise simuliert und steuert. Das Projekt trägt den Namen „Mini-Schanz“ und kombiniert ein physisches Stadtmodell mit digitalen Echtzeitsimulationen. Straßensperrungen oder Änderungen des Verkehrsflusses lassen sich sofort visualisieren und interaktiv anpassen.
Inhaltsverzeichnis:
- Entwicklung durch Studierende und Forscher
- Präzise Steuerung mit künstlicher Intelligenz
- Zusammenarbeit von Forschung und Praxis
Entwicklung durch Studierende und Forscher
Das Stadtmodell von „Mini-Schanz“ ist sechs Quadratmeter groß und wurde im 3D-Druck erstellt. Vier Deckenprojektoren werfen den simulierten Verkehr direkt auf die Modellflächen. Grundlage ist eine detaillierte Simulation, die den aktuellen Verkehr in Ingolstadt abbildet.
Unter Leitung von Doktorand Alexander Horn erweiterten Studierende des Masterstudiengangs Künstliche Intelligenz das System um neue Funktionen. Sie integrierten eine KI-basierte Gestensteuerung und eine Objekterkennung, mit der sich der Verkehr intuitiv beeinflussen lässt. Dazu zählen zum Beispiel das Sperren einzelner Straßen oder die Regulierung des Fahrzeugaufkommens.
Präzise Steuerung mit künstlicher Intelligenz
Alle Eingriffe werden sofort in der digitalen Simulation umgesetzt und zeitgleich auf das Stadtmodell projiziert. Dies erlaubt eine direkte Kontrolle und schnelle Anpassung der Szenarien. Die Technik bietet eine anschauliche Möglichkeit, komplexe Verkehrsflüsse realistisch darzustellen und gezielt zu verändern.
Wichtige Merkmale des Systems:
- Physisches 3D-Stadtmodell mit Echtzeitprojektionen
- KI-gestützte Steuerung durch Handbewegungen
- Automatische Objekterkennung für präzise Eingriffe
- Sofortige Umsetzung aller Änderungen im Modell
Zusammenarbeit von Forschung und Praxis
Während des Semesters arbeiteten Teams aus verschiedenen Disziplinen an den Modulen. Die Arbeit umfasste Datenanbindung, das Backend für maschinelles Lernen und die Visualisierung. Das Ergebnis zeigt, wie eng Forschung und Lehre für praxisnahe Lösungen verknüpft werden können.
Die Plattform liefert schon heute Antworten auf Fragen zur Mobilität der Zukunft. Durch die Verbindung von Technik und praxisorientierter Entwicklung entstand ein Werkzeug, das die Verkehrsplanung in Städten nachhaltig verbessern kann.
Quelle: Ingolstadt-Today